Holzarten

Jede Holzart hat ihren eigenen Charakter: Farbe, Maserung und der Unterschied zwischen hellem Splintholz und dunklerem Kernholz prägen das Aussehen eines Möbels. In unserer Schreinerei in Schmitten verarbeiten wir vor allem einheimische Laub- und Nadelhölzer, von hellem Ahorn bis zu dunklem Nussbaum. Hier finden Sie die wichtigsten Holzarten im Überblick, damit Sie das passende Holz für Ihren Tisch, Ihr Bett oder Ihre Küche wählen können.

Holzarten nach Farbe

Hell (weiss bis gelblich)

Ahorn, Esche, Fichte, Buche (ungedämpft), Arve

Mittel (hell- bis goldbraun)

Eiche, Kastanienbaum

Rötlich

Kirschbaum, Buche (gedämpft), Arve (Kernholz und Äste)

Dunkel (grau- bis schokoladenbraun)

Nussbaum, Schwarznuss

Was ist Splint? Splintholz ist der äussere, junge Teil des Stammes direkt unter der Rinde. Er ist meist heller als das Kernholz im Inneren. Bei manchen Holzarten ist der Unterschied deutlich sichtbar (z. B. Nussbaum, Kirschbaum), bei anderen gibt es praktisch keinen (z. B. Ahorn, Fichte).

Nussbaum

Der Nussbaum gilt als das edelste einheimische Laubholz. Sein Kernholz ist dunkel: satt graubraun bis schokoladenbraun, manchmal auch mit rötlichbraunem Ton. Typisch sind dunklere Streifen und wolkige Zonen, die jedes Brett einzigartig machen. Die Maserung ist lebhaft und ausdrucksstark, vor allem im Bereich der Wurzel und von Astgabeln entstehen begehrte Maserbilder. Der Splint ist breit und deutlich heller, grauweiss bis hell rötlich. Damit Splint und Kern farblich zusammenpassen, wird Nussbaumholz in der Regel gedämpft. Bewusst eingesetzt, kann der helle Splint aber auch ein lebendiger Kontrast sein, etwa an der Tischkante.

Schwarznuss

Die Schwarznuss, auch amerikanischer Nussbaum genannt, ist dunkel: kräftig graubraun bis tief schokoladenbraun, oft mit leicht violettem Schimmer. Im Vergleich zum europäischen Nussbaum ist die Farbe gleichmässiger und dunkler. Die Maserung ist meist gerade, mit sehr unverkennbaren, feinen Streifen. Der Splint ist hell gelblich-weiss und setzt sich klar vom dunklen Kern ab. Durch Dämpfen wird er dunkler und dem Kern angeglichen. Schwarznuss stammt ursprünglich aus Nordamerika, wird aber auch in Europa angebaut.

Eiche

Die Eiche gehört zu den mittleren Farbtönen: graugelb über hellbraun bis dunkelgelbbraun. Mit der Zeit dunkelt sie unter Lichteinfluss leicht nach. Prägend ist die Maserung: Die ringförmig angeordneten Poren und die klar abgesetzten Jahrringe ergeben auf den Längsflächen eine markante Zeichnung mit Fladern oder Streifen. Im Radialschnitt zeigen sich zusätzlich glänzende «Spiegel». Der Splint ist schmal, gelblich-weiss und deutlich vom Kernholz abgesetzt. Weil er weniger widerstandsfähig ist, wird er für Möbel meist nicht verwendet.

Kirschbaum

Kirschbaum ist ein besonders schönfarbiges, samtig glänzendes Holz mit rötlichem Charakter: Je nach Lichteinfluss nimmt es einen warmen, rötlich- bis goldbraunen Farbton an. Frisch verarbeitet ist es heller und dunkelt in den ersten Monaten deutlich nach. Die Maserung ist dank der feinen Poren schlicht, aber elegant. Der Splint ist schmal, hell gelblich bis rötlich-weiss und hebt sich vom Kern ab. Vereinzelte grünliche Streifen oder kleine dunkle Flecken sind typisch und gehören zum natürlichen Bild.

Ahorn

Ahorn ist eines der hellsten einheimischen Hölzer: gelblich-weiss bis fast weiss, mit seidigem Glanz. Mit der Zeit vergilbt es unter Licht leicht. Die Maserung ist sehr fein und schlicht, was Ahorn ruhig und modern wirken lässt. Splint und Kernholz haben die gleiche Farbe und setzen sich kaum voneinander ab. Deshalb eignet sich Ahorn besonders für grosse, einheitlich helle Flächen.

Esche

Esche ist ein helles Holz: hellgelblich bis fast weiss, manchmal mit braunem Kern. Durch die groben, ringförmig angeordneten Poren erhält die Maserung einen typischen, ausdrucksstarken Charakter, ähnlich wie bei der Eiche, aber heller. Der breite, hellgelbliche Splint hebt sich nur leicht vom Kernholz ab. Ein brauner bis dunkelbrauner Kern («Braunkern») entsteht je nach Standort erst ab einem Alter von etwa 70 bis 90 Jahren und ergibt ein lebhaftes Farbspiel.

Buche

Buche hat eine schlichte, ruhige Maserung mit feinen Poren. Ungedämpft ist das Holz hell, gelblich- bis rötlich-weiss. Nach dem Dämpfen nimmt es eine gleichmässig edle, rötliche Lachstönung an. Belebt wird das Holzbild von den Holzstrahlen: Im Längsschnitt erscheinen sie als kleine rötliche Spindeln, im Radialschnitt als dunkle Spiegel. Buche bildet keinen farblich abgesetzten Splint. Bei älteren Bäumen kann aber ein unregelmässiger, rotbrauner Kern («Rotkern») entstehen.

Kastanienbaum

Die Edelkastanie liegt im mittleren bis dunklen Farbbereich: gelblichbraun bis dunkelbraun. Sie dunkelt mit der Zeit nach. Ihren dekorativen Charakter erhält sie durch die Maserung mit eindrucksvollen Fladern und Streifen auf den Längsflächen. Damit ähnelt sie der Eiche, wirkt aber ruhiger, weil ihr die Spiegel fehlen. Der Splint ist schmal, gelblich-weiss und deutlich vom braunen Kern abgesetzt.

Arve

Die Arve, auch Zirbe oder Zirbelkiefer genannt, wächst im Hochgebirge und ist sehr harzreich. Ihr Splint ist hell gelblich-weiss, das Kernholz gelbbraun bis rötlichbraun gestreift. Mit der Zeit dunkelt es warm nach. Die Maserung ist durch die meist sehr engen Jahrringe fein und gleichmässig. Besonders dekorativ sind die vielen rotbraunen Äste, die fest im Holz verwachsen sind. Typisch ist ausserdem der angenehme Duft, weshalb Arve gerne für Betten und Schlafzimmer verwendet wird.

Fichte

Die Fichte ist ein helles Nadelholz: strohgelb bis kräftig gelbbraun, mit seidigem Glanz. Zwischen Splint und Kernholz gibt es keinen Farbunterschied. Die Maserung wird von den Jahrringen bestimmt: Je nach Wuchsgebiet sind sie eng bis sehr breit und zeichnen sich durch die dunkleren Spätholzzonen deutlich ab. Fichte aus höheren Lagen wächst langsamer und hat deshalb besonders feine, regelmässige Jahrringe.